Freitag, 1. Februar 2008

RECS: 2007 war ein Rekordjahr für grüne Energie


Die Nachfrage nach zertifizierter grüner Energie in Deutschland wächst ungebremst


RECS kann auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken: Über 5,3 Milliarden Kilowattstunden an RECS-zertifiziertem Strom wurden in Deutschland verbraucht. Das entspricht dem Bedarf von ca. 1,5 Millionen Haushalten.

RECS als Herkunftsnachweis für Produktion aus erneuerbaren Energiequellen hat sich damit auch in Deutschland etabliert. In der Kombination mit einem Ökostromlabel gibt es dem Verbraucher volle Transparenz über seinen Strom. Ein zentral geführtes Register trägt Vorsorge, dass grüner Strom nicht mehrfach vermarktet wird.

"RECS hat sich als System zum Nachweis über die Herkunft grüner Energie in Deutschland etabliert.", so Stefan Zisler, Vorstand von RECS Deutschland. 6,4 Milliarden Kilowattstunden an grünen Zertifikaten wurden nach Deutschland importiert, über 5,3 Milliarden Kilowattstunden hiervon wurden verbraucht. Auch im restlichen Europa konnte RECS erheblich wachsen. Insgesamt wurden europaweit Zertifikate für die Produktion von 136 Milliarden Kilowattstunden Grünstrom ausgestellt.

Die hohe Importquote nach Deutschland ist vorwiegend darauf zurückzuführen, dass in Deutschland der Großteil der erneuerbaren Energie über das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) gefördert und damit dem freien Markt nicht zur Verfügung steht. RECS unterstreicht damit eindrucksvoll die europäische Dimension des Marktes für erneuerbare Energie.

"Herkunftsnachweise wie RECS-Zertifikate sagen dem Verbraucher, wo der Strom herkommt. Ökostrom-Label wie "ok-power" garantieren dem Kunden zudem die Förderung neuer Anlagen", sagt Christof Timpe, der beim Öko-Institut e.V. die Regeln für das deutsche RECS-System überwacht.

RECS-Zertifikate liefern u. a. die Informationen über Kraftwerksstandorte, Alter der Anlagen, die verwendete erneuerbare Technologie und erfüllen damit die Anforderungen, die in der entsprechenden EU-Richtlinie an die Kennzeichnung von Strom aus erneuerbaren Energien gestellt werden. Der Kunde kann mit Hilfe der Grünstrom-Zertifikate genau überprüfen, aus welchen erneuerbaren Energiequellen sein Strom stammt. Während RECS damit die technische Seite optimal abdeckt, ist es die Aufgabe von Ökostrom-Labeln, sich um weiterreichende Kundenbedürfnisse und Qualitätsanforderungen zu kümmern wie z.B. die Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energie.

"In unserem zentralen Register sind alle Herkunftsnachweise elektronisch gespeichert. Durch das Entwerten der RECS-Zertifikate wird einfach und transparent Vorsorge getroffen, dass grüner Strom nicht mehrfach vermarktet wird", erklärt Dominik Seebach, der beim Öko-Institut e.V. das RECS-Register beaufsichtigt. Damit bietet RECS einen entscheidenden Vorteil für den Kunden: Die Gewissheit, den Produktionsort des grünen Stroms zu kennen.

"RECS ist für uns ein wichtiger Baustein zur Erbringung unserer Nachweispflichten", sagt Martin Baumert, deutscher RECS-Vorstand und Geschäftsführer von EWE Naturwatt.

Informationen zum RECS System und zu RECS Deutschland e.V. Ziel des Renewable Energy Certificate System (RECS) ist die europaweite Förderung regenerativer Energien. Als größte europäische Vereinigung im Energiesektor ermöglicht das RECS System anhand national harmonisierter und international kompatibler Kriterien die Produktion von und den Handel mit Grünstromzertifikaten (RECS Zertifikaten). RECS Zertifikate dienen dabei als Nachweis über eine umweltfreundliche Stromproduktion. RECS International hat derzeit rund 200 Mitglieder in über 24 europäischen Ländern.

Weitere Hinweise und Erläuterungen zum RECS System und zum RECS Deutschland e.V. finden Sie unter: www.recs-deutschland.de. Informationen zu RECS International unter www.recs.org.

-dpa- auch photo

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